„Du musst es akzeptieren, wie es ist.“


„Du musst es akzeptieren, wie es ist.“ Hat dir schon mal jemand diesen Satz gesagt? Und vielleicht genau in einem Moment, in dem du gar nicht akzeptieren konntest, was war? Ich habe jahrelang versucht, mir in schwierigen Momenten zu sagen, dass ich akzeptieren muss, was das Leben für mich bereithält. Doch wirklich geholfen, eine Situation so anzunehmen wie sie ist, hat mir dieser Satz fast nie.

Wir alle kennen doch Situationen, Zustände oder Eigenschaften von uns selbst oder anderen Menschen, die wir nicht so annehmen können, wie sie sind. Früher fiel es mir zum Beispiel schwer, während einer Krankheit gut zu mir zu schauen und mich auf das zu konzentrieren, was mir hilft, gesund zu werden. Stattdessen habe ich jeweils mit der wenigen Energie, die geblieben war, erfolglos gegen den unerwünschten Zustand angekämpft. Eine denkbar schlechte Strategie wieder zu Kräften zu kommen.

Auch mit Schicksalsschlägen habe ich immer wieder gehadert. Lange Zeit wollte ich einfach nicht akzeptieren, dass wir geliebte Menschen loslassen müssen und dass jeder von uns eines Tages seinen Körper verlassen wird. So habe ich die Augen verschlossen vor dem Unausweichlichen und viele wertvolle Momente verpasst.

„Du kannst lernen, zu akzeptieren, was ist.“

Mittlerweile habe ich mehrere Methoden kennengelernt, die mir helfen, Akzeptanz zu entwickeln. Heute teile ich mit dir eine meiner Lieblingsübungen. Alles was Du dazu brauchst sind ein paar Minuten Zeit und einen ruhigen Ort.

  • Setze dich aufrecht und entspannt auf einen Stuhl oder auf den Boden.
  • Schliesse deine Augen und richte deine Aufmerksamkeit nach Innen.
  • Atme natürlich und ruhig durch die Nase ein und aus.
  • Wandere mit deiner Aufmerksamkeit durch deinen Körper. Beobachte ohne zu bewerten, welche Körperteile sich gut und entspannt und welche sich angespannt anfühlen.
  • Nimm auch deine Gefühle und Gedanken bewusst wahr.
  • Richte dann deine Aufmerksamkeit auf deine Atmung – auf das Gefühl von Atemleere und Atemfülle.
  • Während du deinen Atem beobachtest, stelle dir die Frage: „Gegen was oder wen verspürst du im Moment Widerstände?“ Suche nicht angestrengt nach einer Antwort. Beobachte nur für ein paar Minuten, welche Gefühle und Gedanken sich bemerkbar machen.
  • Dann lässt du diese Frage wieder los und kommst mit deiner Aufmerksamkeit zurück in deinen Körper.
  • Wenn du bereit bist, öffnest du deine Augen und spürst der Übung nach.

Versuche auch im Alltag immer wieder zu beobachten, gegen was oder wen du Widerstände hast. Und beobachte was passiert, wenn du einen Widerstand wahrnimmst. Wird er stärker oder kannst du ihn loslassen? Fällt es dir einfacher, zu akzeptieren, was ist?

In meinem nächsten Blog erfährst du noch mehr über Akzeptanz und Widerstand. Ich wünsche dir, dass du immer wieder akzeptieren kannst: „Es ist wie es ist.“